Standortspezifisches Schulprofil

1.    Organisationsstruktur

 

· Anzahl der Klassen /Schüler/innen/ Lehrer/innen:

Im Haus:

1 Einstiegsklasse, 2 Familienklassen, 6 Aufbaulehrgänge , 2 Qualifizierungslehrgänge für den Hauptschulabschluss / insgesamt 140 Schüler/innen / 24 Lehrer/innen am Haus

1 Beratungslehrer, 1 Sprachheillehrerin, 1 Muttersprachenlehrer für BKS Sprachen,1 Religionslehrerin für röm.kath. Religion, 1 Religionslehrer für islam. Religion

Im Verwaltungsbereich:

50 Integrationsklassen, 35 Schüler/innen in der Einzelintegration

Der Verwaltungsbereich „Integration“ ist aufgeteilt zwischen

Fr. OSRn. SDn. Dipl-Päd. Lackner und Hrn. Dipl-Päd. Schwarzmann.

 

· Halbtagsschule mit Nachmittagsunterricht an einzelnen Tagen

 

· Verschiedene Lehrpläne:

Einstiegsklasse: Orientierungsphase ohne Lehrplanzuordnung

Familienklassen: Volksschul- & ASO - Lehrplan

Aufbaulehrgänge: Hauptschul- & ASO – Lehrplan

Qualifizierungslehrgänge: nach dem Lehrplan der WMS

 

2.    Schüler/innen – Eltern/Erziehungsberechtigte

 · Soziokulturelle Daten der Schüler:

Ca. 80 % der Schüler/innen stammen aus sozial benachteiligten Familien;

ca. 60 % werden vom Amt für Jugend und Familie unterstützt;

Mehrere Schüler/innen leben in einer Wohngemeinschaft.

 

· Schüler/innen mit nichtdeutscher Muttersprache:

30% der Schüler/innen haben eine andere Erstsprache als Deutsch.

Die Schüler/innen sprechen die deutsche Sprache jedoch so gut, dass sie dem Unterrichtsgeschehen folgen können.

 

  • In den Qualifizierungslehrgängen befinden sich viele Flüchtlingsjugendliche.

 

· Formen der Entwicklungsbeeinträchtigungen:

Ausgedehnte Wahrnehmungsstörungen; Entwicklungsrückstände; sozial-emotionale Defizite; Defizite in der Motorik; Kinder mit autistischen Wahrnehmungsstörungen;

 

· Verhaltensprobleme:

Viele Schüler/innen kommen ursprünglich aus Integrationsklassen. Dort war es vor allem das Verhalten, das den Schulbesuch in der Integrationsklasse extrem schwierig machte.

 

· Eingangsvoraussetzungen:

Sonderpädagogischer Förderbedarf, Beurteilung nach dem Lehrplan der Allgemeinen Sonderschule gesamt oder in einzelnen Gegenständen.

Einige Schüler/innen, die die Volksschulzeit in der Integration verbrachten, wechseln mit der 5. Schulstufe unter ausdrücklichem Wunsch der Eltern an unser Haus.

Vermehrt gibt es den Wunsch der Eltern, Kinder mit Beginn des Schuleintrittes bei uns am Zentrum zu beschulen.

  

3.    Lehrer/innen

 · Altersstruktur:

LehrerInnen am SPZ und in der Integration:

Kollegen/innen zwischen Geburtsjahr 1992 und 1954;

 

· Fortbildungswilligkeit:

Die Kollegen/innen sind interessiert an Fortbildung und persönlichem Lernzuwachs. Vor allem die Ergebnisse aus der Hirnforschung, offene Lernformen und Umgang mit verhaltsauffälligen Schüler/innen sind Themen, die von Kollegen/innen besonders angenommen werden.

Auch alternative Beurteilungsformen werden am Standort umgesetzt.

Das Thema ASS wird immer präsenter, auch in diesem Bereich werden daher Fortbildungsangebote gerne angenommen.

 

· Besondere Ausbildungen/Qualifikationen:

Alle Kolleg/innen haben ein abgeschlossenes Sonderschullehramt bzw. stehen in Ausbildung, da sie ein anderes Lehramt bzw. Studium abgeschlossen haben.

Kolleg/innen  können Montessoridiplome, Ausbildung in Suggestopädie, zusätzliche Sprachheilausbildung, Legasthenieausbildung und universitäre Studien aufweisen.

Einen Schwerpunkt mit ausgebildeten Kollegen/innen bildet die

Berufsorientierung.

 

4. Schulisches Umfeld

 · Verkehrssituation/Erreichbarkeit

Der Standort ist verkehrsmäßig sehr günstig gelegen

Erreichbar mit: Schnellbahn, U6, 26, 31, 33, 28A, 29A

 

· Schulangebot der Umgebung

VS Prießnitzgasse I & II ( Integrationsklassen),

VS Mengergasse,

KMS Kinzerplatz (Integrationsklassen, FMS-Klassen),

AHS Franklinstraße 21 & 26

HAK Franklinstraße 24

Kindergarten & Hort Schloßhoferstraße, Sonderkindergarten & -hort Franklinstraße

 

· Schülerzustrom

Die Schüler/innen können ab der 1. Klasse bei uns ihre Schullaufbahn beginnen. Es gibt die Möglichkeit, Schulabschlüsse nach verschiedenen Lehrplänen zu erlangen. Somit decken wir die Alterspanne von 6 – 16 Jahren ab.

 

5. Bauliche Gegebenheiten

 · Bauzustand

Das Schulgebäude wurde in den Jahren 1959 – 1961 als Freiflächenschule von Architekt Schütte geplant und gebaut.

Das Gebäude steht unter Denkmalschutz und wird in einem 10-Jahresprojekt schrittweise saniert und den aktuelleren Anforderungen des Unterrichts angepasst.

 

· Raumangebot /Schulgarten

Das Schulgebäude steht in einer riesigen Grünfläche, auf der sich auch ein stetig wachsender Spielplatz befindet, frei von Autoverkehr, direkt im Schulzentrum in der Fußgeherzone in der Franklinstraße. Diese Tatsache ist ein enormer Vorteil, was die Gestaltung einzelner Unterrichtseinheiten bzw. Pausengestaltung betrifft.

Die Schule verfügt über einen Raum für textiles Werken und einen EDV- Raum, Schulküche, Turnsaal, Leseraum, Physiksaal (Forscherwerkstatt für den naturwissenschaftlichen Bereich) und die Werkstätte für technisches Werken.

Der Schulgarten bietet Sitzgelegenheiten und viele Möglichkeiten, Beete anzulegen oder sich zurückzuziehen.

 

· Ausstattungsstand

Die Ausstattung mit Lehr – und Lernmitteln, Büchern, Spielen, Sportgeräten und Werkzeugen ist gut sortiert und wird ständig ergänzt.

  

1.    Organisation

 ·  Einstiegsklasse

Phase der Orientierung und Schulvorbereitung; in diesem 1. Schuljahr gibt es noch keine Lehrplanzuordnung. Ein qualifiziertes Lehrerinnenteam aus einer Volksschullehrerin und einer Sonderpädagogin leisten diese enorm wichtige Arbeit zusammen.

 

·  Familienklasse

Altersheterogen, schulstufenübergreifend geführte Klasse, teilweise sind die Kollegen/innen in den Unterrichtseinheiten doppeltbesetzt. Es wird nach dem ASO- und nach dem VS- Lehrplan unterrichtet. So kann in einer Kleingruppe auf kognitiver, sozialer und emotionaler Ebene auf individuelle Bedürfnisse eingegangen werden.

 

·  Aufbaulehrgang

In den 6 Klassen des Aufbaulehrgangs werden Schüler ihren Kenntnissen und Fähigkeiten entsprechend nach ASO-  oder HS- Lehrplan unterrichtet. Im laufenden Schuljahr wird jeweils 6 - 8 Stunden im Team unterrichtet.

Es besteht die Möglichkeit, nach Abschluss der Sonderschule:

.) einen Hauptschulabschluss zu erlangen

.) BVJ oder BVL zu besuchen, hier steht die berufliche Orientierung im Vordergrund. 

.) Selbstverständlich kann nach dem Abschluss auch direkt in das Berufsleben eingestiegen werden. Hierbei werden unsere Schüler/innen noch von uns unterstützt.

Sowohl Familienklasse als auch Aufbaulehrgang sind ein Angebot für Schüler/innen, die zur optimalen Förderung eine Kleingruppe mit wenigen Bezugspersonen brauchen.

In allen Klassen kommen offene Lernformen zum Einsatz. Weiters wird auf Kreativitätsförderung, soziales sowie spielerisches Lernen großer Wert gelegt.

Mit dem heurigen Schuljahr neu ist die von IMST geförderte Forscherwerkstatt, wo Schüler/innen in den naturwissenschaftlichen Fächern im freien Unterrichtsgeschehen nach ihren Interessensgebieten forschen.

 

  • Aufbaulehrgänge QL21

Diese Klassen sind ein Expositurstandort der KMS Kinzerplatz. HS-Kolleg/innen und eine Sonderpädagogin bringen in intensiver pädagogischer Arbeit, die Jugendlichen zum Abschluss der Neuen Wiener Mittelschule.

Heuer werden diese Klassen von vielen Flüchtlingsjugendlichen besucht.

 

·   Integrationklassen

Die Integrationsklassen im Verwaltungsbereich des SPZ gleichen ihre Arbeit einerseits dem Schulprofil des jeweiligen Standorts an. Bezüglich sonderpädagogischer Belange und der Erstellung individueller Förderpläne werden sie vom SPZ her unterstützt und betreut.

 

·  Die Besonderheit am Standort / Integration

Im Haus Franklinstraße 27-33 gibt es zwei Leitungen.

Der Leitung des SPZ I, Fr. OSRn. SDn. Dipl-Päd. Michaela Lackner,  unterstehen die Klassen am Haus und ein Teil der zu betreuenden Integrationsklassen.

Der Leitung des SPZ II, Hrn. Dipl-Päd. Peter Schwarzmann, untersteht die Verwaltung und Betreuung der restlichen Integrationsklassen.

Von dort wird auch die Supplierreserve für den sonderpädagogischen Bereich in Wien koordiniert.

Nahtstellenbetreuer/innen leisten wertvolle Arbeit an den Nahtstellen Kindergarten-Volksschule bzw. Volksschule-Hauptschule.

Für den Bezirk arbeiten 4 Stützlehrer/innen.

Auch diese zwei sonderpädagogische Komponenten werden vom SPZ II aus gesteuert.

 

 2.  Fördereinrichtungen

·  Muttersprachlicher Unterricht

SchülerInnen mit Muttersprachen aus den BKS-Sprachen werden von einem Muttersprachenlehrer zusätzlich betreut.

·  Sprachheilkurs

An einem Tag der Woche finden Spachheilkurse statt.

·  Beratungslehrer

Seit dem Schuljahr 1999/2000 werden Schüler/innen mit speziellen Bedürfnissen von einem Beratungslehrer unterstützt.

·  Schülerberaterin

Betreuung der Schüler/innen hinsichtlich Information, Berufswahl und Berufsvorbereitung.

Wir arbeiten eng mit dem AMS, WUK Domino zusammen.

 

3.  Spezielle Projekte/ Aktionen

In den einzelnen Klassen werden über das Schuljahr verteilt Projekte zu den verschiedensten Themen durchgeführt.

Jährlich findet ein klassenübergreifendes Projekt statt. Alle Klassen arbeiten daran und an den Projekttagen gibt es dazu offene Einheiten. Höhepunkte sind unser Schulstartfest im September und das Abschlussfest im Juni.

 

  • Soziales Lernen

Unsere Schule ist ein Ort der Geborgenheit und des gegenseitigen Respekts, der Vielfalt und des Austausches.

In unserer Schule herrschen eine angenehme Lernatmosphäre und ein Umfeld des Angenommenseins.

Wir setzten uns dafür ein, dass jedes Kind seinen individuellen Bedürfnissen entsprechend gefördert wird; sowohl in seiner emotionalen Entwicklung, als auch in seinen schulischen Leistungen.

Gutes Benehmen ist ein Wert in unserer Schule. Darunter verstehen wir: respektvoller Umgang, Achtung voreinander, Pünktlichkeit, Ehrlichkeit und gute Umgangsformen.

Wissensvermittlung ist uns wichtig, der Schwerpunkt unserer Arbeit liegt zudem auf dem Erwerb von Lebens- und Sozialkompetenzen.

Wir sehen Schüler/innen, Erziehungsberechtigte und Lehrer/innen als gleichwertige Partner/innen.

 

  • Schulgarten

Schaffung verschiedener Bereiche im Schulgarten (Spiel- & Sportbereich, Ruhezone mit Sitzgelegenheiten, biologischer Bereich mit der Möglichkeit Beete anzulegen, Bereich für „Freiluftunterricht“)

 

  • Ökologie

Neben der Arbeit im und am Schulgarten findet sich die Idee des ökologisch richtigen Handelns in vielen Bereichen des Schulalltags wieder. So zum Beispiel in den Unterrichtsgegenständen Ernährung und Haushalt, Biologie, Physik und Chemie. Es wird sowohl Müll getrennt gesammelt als auch Müllvermeidung angeregt.

Auf die Verwendung ökologisch unbedenklicher Materialien (Papiere, Lacke, Farben....) wird geachtet.

 

4. Kooperation mit anderen Institutionen

Etliche Betriebe im Bezirk unterstützen uns sehr bei der Abhaltung der Berufspraktischen Tage.

Intensiv gestaltet sich die Zusammenarbeit mit dem Amt für Jugend und Familie und auch den diversen Wohngemeinschaften.

 

5. Mögliche Perspektiven zur Schulentwicklung

Der Standort Franklinstraße wird sich weiterhin als Kompetenzzentrum wertvolle Arbeit im Bezirk in den Bereichen Beratung, Diagnose und Unterricht. Einerseits findet hochwertiger Unterricht für die Schüler/innen am Haus statt, der nach Fähigkeiten und Fertigkeiten fördert, Rücksicht nimmt auf sozial-emotionale Lücken und Hilfe bietet in der Berufswahl.

Andrerseits wird der Betreuung der über 50 Integrationsklassen große Bedeutung zugemessen.

   

Schulpartnerschaft

 

1.    Aktivitäten der Schulpartnerschaftsgremien & Gemeinsame Aktivitäten

Die Eltern unterstützen uns nach den Gegebenheiten und individuellen Möglichkeiten mit den ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln bei diversen Projekten bzw. Veranstaltungen.

 

2.    Wünschenswerte Perspektiven

Der Standort soll in seiner weiteren Entwicklung weiterhin auf das Interesse und die Mithilfe von Eltern bauen können.